Keilförmige Defekte
Synonym: Abfraktion · Englisch: wedge-sharped defects, wedge-sharped lesions
Keilförmige Defekte sind scharfkantig begrenzte Verluste von Zahnhartsubstanz im Zahnhalsbereich, die unterhalb der Schmelz-Zement-Grenze auftreten. Sie kommen meist an den Außenflächen von Eckzähnen und kleinen Backenzähnen im Oberkiefer vor und sind oft mit Rezessionen kombiniert. Nach Rückgang des Zahnhalteapparates über die Schmelz-Zement-Grenze hinaus liegt der relativ weiche Wurzelzement frei und wird durch verschiedene Faktoren (falsche Zahnputztechnik, wie "Schrubben" und zu hoher Anpressdruck mit dem Borstenkopf; die Kraft der Zahnbürste sollte nicht mehr als 150 Gramm betragen, was etwa dem Gewicht einer Orange entspricht; abrasive Zahnpasten; saure Nahrungsmittel) abgebaut. Eine weitere Ursache ist eine spannungsbedingte Überbelastung bestimmter Zähne, die zu feinen Schmelzabsprengungen führen kann.
Folgende Verhaltensmaßnahmen können das Fortschreiten von keilförmigen Defekten und Rezessionen verhindern:
Erlernen einer geeigneten Zahnputztechnik (z. B. Stillman-Technik) Geringer Anpressdruck der Zahnbürste mit etwa 150 Gramm (üben an einer Küchenwaage, bis 150 Gramm angezeigt werden) Verwendung einer weichen Zahnbürste und einer wenig abrasiven Zahnpasta Anwendung einer elektrischen Zahnbürste Einschleifen der Okklusion Bei Überbelastung (Parafunktionen) Anfertigung und Tragen einer Aufbiss-Schiene