Knochendefekt, Knochendefektfüllung
Englisch: bone crater, defect (filling)
Knochendefekte entstehen durch fehlenden Knochen aufgrund verschiedener Ursachen:
Entzündungen: Zum Beispiel Parodontitis marginalis (sogenannte Knochentasche, siehe Abbildung). Chirurgische Eingriffe: Zum Beispiel Extraktionen oder Osteotomien. Traumatische Ereignisse: Zum Beispiel Kieferbrüche. Gut- oder bösartige Tumore: Zum Beispiel Zysten oder Karzinome. Angeborene Ursachen: Zum Beispiel Gaumen- und Kieferspalten. Während viele Knochendefekte nach chirurgischen Eingriffen oder traumatischen Ereignissen von allein ausheilen, erfordern andere Defekte – je nach Ausmaß – eine Knochendefektfüllung. Dabei sind verschiedene Vorgehensweisen möglich:
Verwendung von Gelatine- oder Thrombinschwämmchen, mit oder ohne Eigenblut getränkt ("Eigenblutfüllung"), bei anschließendem dichten Wundverschluss. Einsatz von Membranen, vor allem in der Parodontalchirurgie (gesteuerte Knochenregeneration). Anwendung synthetischer Knochenersatzmaterialien, wie zum Beispiel Tricalciumphosphat-Granulat. Verschiedene Techniken der Augmentation mit Knochenersatzmaterialien unterschiedlicher Herkunft, wie Eigenknochen oder Fremdknochen.
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