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Quecksilbervergiftung

Synonym: Quecksilberintoxikation, Hg-Vergiftung, Amalgamvergiftung, Merkurialismus, Mercuriosis, Hydrargyrie, Hydrargyrose · Englisch: mercury poisoning

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Quecksilbervergiftung ist eine durch Quecksilberdämpfe oder chemische Verbindungen mit dem Metall Quecksilber hervorgerufene Gesundheitsschädigung. Sie ist eine äußerst seltene, anerkannte Berufskrankheit, die vor allem bei Personen auftritt, die in quecksilberverarbeitenden Betrieben arbeiten und dabei die erforderlichen Schutzmaßnahmen nicht einhalten. In Zahnarztpraxen könnte das Praxispersonal gefährdet sein, insbesondere wenn Lüftungs- und Verarbeitungsvorschriften nicht eingehalten werden, da dieses in der Regel mehrfach täglich mit diesen Stoffen umgeht. Eine Patientengefährdung gilt jedoch als ausgeschlossen, da die Luftkonzentration des Quecksilbers weit unter der Menge der Quecksilberaufnahme aus der täglichen Nahrung (z.B. Fisch, Salate) liegt. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Quecksilbervergiftung: Bei der akuten Form treten vermehrter Speichelfluss, Metallgeschmack, Magenschmerzen, Geschwüre in der Mundhöhle, blutige Durchfälle und Nierenschädigungen auf. Die chronische Quecksilbervergiftung (Mercuriosis) äußert sich durch einen dunklen Zahnfleischsaum (Quecksilbersaum; nicht zu verwechseln mit der sogenannten Amalgamtätowierung), Schädigungen von Leber, Niere und zentralem Nervensystem, Haarausfall, zittrige Handschrift sowie im Mund- und Rachenbereich durch eine Quecksilberstomatitis.