Kaugummi-Test
Englisch: chewing gum mercury test
Der Kaugummi-Test ist eine umstrittene diagnostische Untersuchungsmethode zur Bestimmung des Quecksilbergehalts (verursacht durch Amalgam-Füllungen) in der Mundhöhle. Bei diesem "Test", der von verschiedenen Gruppierungen zur Diagnostik einer Quecksilberbelastung aus Zahnfüllungen empfohlen wird, wird die Quecksilberkonzentration vor und nach 10 Minuten Kauen gemessen, um Rückschlüsse auf die ständige Quecksilberbelastung in der Mundhöhle zu ziehen. Je nach Alter und Zustand der Füllungen wird durch das Kauen des Kaugummis mehr Quecksilber freigesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass nur ein schwacher Zusammenhang zwischen der Zahl der Füllungsflächen und einem erhöhten Quecksilbergehalt besteht. Zudem ist der Anteil des Quecksilbers, der durch das Kaugummi aufgenommen wird, nicht aussagekräftig berechenbar. Die Bestimmung der Quecksilberfreisetzung mittels sogenannter "Speicheltests" oder "Kaugummitests" gilt heute als obsolet, da diese Methoden die Oxidationsstufe des Quecksilbers nicht berücksichtigen und daher zu falschen Schlussfolgerungen führen können.