Fosdick-Test
Synonym: Fosdick-Hansen-Epple-Test, Kariesaktivitätstest, Zahnschmelzlöslichkeitstest · Englisch: Fosdick test
Der Fosdick-Test, auch als Fosdick-Hansen-Epple-Test bezeichnet, war ein früher verwendetes Verfahren zur Einschätzung der Kariesaktivität und der Pufferkapazität des Speichels. Der Test beruhte auf der Untersuchung der Löslichkeit von Zahnschmelz in einem künstlich hergestellten Speichel-Zucker-Gemisch. Dabei wurde Zahnschmelz zu feinem Pulver zerrieben und in ein Gemisch aus Speichel (7 %) und Zucker eingebracht. Die Stärke der Zahnschmelzauflösung diente als Indikator, um Rückschlüsse auf die Kariesaktivität und die Pufferkapazität des Speichels zu ziehen.
Allerdings erwies sich der Fosdick-Test als wenig brauchbar, da die Ergebnisse stark von äußeren Faktoren wie der individuellen Speichelzusammensetzung, der Methodik und dem Testaufbau beeinflusst wurden. Zudem entsprachen die künstlich geschaffenen Bedingungen nur bedingt den tatsächlichen Verhältnissen im Mund, was die Aussagekraft des Tests weiter einschränkte.
Obwohl der Fosdick-Test heute obsolet ist, trug er zur Entwicklung moderner und zuverlässigerer diagnostischer Verfahren bei. Aktuelle Methoden zur Beurteilung der Kariesaktivität und Speicheleigenschaften, wie der CRT®-Test (Caries Risk Test) oder die Analyse der Speichel-Pufferkapazität, liefern reproduzierbare und klinisch relevante Ergebnisse.
Zusammenfassend war der Fosdick-Test ein frühes Instrument zur Erforschung der Speichelchemie und ihrer Rolle bei der Kariesentwicklung. Aufgrund seiner methodischen Schwächen wird er jedoch in der modernen Zahnmedizin nicht mehr eingesetzt.