Kurzimplantate
Synonym: Ultrakurzimplantate · Englisch: (ultra) short implants
Kurzimplantate sind Implantate mit einer Länge zwischen 6 und 8 mm, die bei unzureichendem Knochenangebot eingesetzt werden können. Das von der Firma Bicon (Boston, USA) im Jahr 2003 eingeführte Implantatdesign findet besonders bei unzureichendem Kieferknochenangebot Anwendung. Der Hersteller beschreibt auf seiner Website:
„Das 6,0 x 5,7 mm-Implantat wurde im Januar 2003 eingeführt und stellt ein weiteres bahnbrechendes Produkt in der Palette der Bicon-Implantate dar. Es bietet eine Oberfläche von mehr als 211 Quadratmillimetern für die Osseointegration und macht Sinus-Lifts oder Knochenaufbauverfahren häufig überflüssig. Aufgrund der Kürze des Implantats können Zahnärzte es bedenkenlos bei geringer Knochensubstanz einsetzen und so den inferioren Alveolarnerv und den Oberkiefer-Sinus umgehen. Wie alle anderen Bicon-Implantate ist auch dieses neue Implantat sandgestrahlt und in einem Salpetersäurebad passiviert.“
Implantate mit einer Länge unter 6 mm werden als Ultrakurzimplantate bezeichnet. Der Erfolg verkürzter Implantate hängt stark vom Implantatdesign und dem Verbindungstyp zwischen Implantat und Abutment ab. Dies kann unter anderem nach dem Grundsatz „je kürzer, desto breiter“ bewertet werden. Das Design, insbesondere das sogenannte Plateaudesign, sollte in der Breite mindestens den „Wide Implants“ (mit einem Durchmesser von mehr als 4,5 mm) entsprechen und bei den Gewinden einen weiten Abstand aufweisen.
Kurzimplantate werden hauptsächlich im Seitenzahnbereich angewendet. Aufgrund der unzureichenden Primärstabilität sind sie für die Sofortimplantation nicht geeignet.
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