Implantatverlust
Englisch: implant loss
Implantatverlust wird unterteilt in die "Survival rate", das heißt, das Implantat selbst ist noch vorhanden, wobei der Zustand (ob normal eingeheilt oder mit Störungen wie z.B. Periimplantitis) nicht berücksichtigt wird, sowie den echten Verlust.
Über 90 Prozent aller Implantate sind im Sinne der "Survival rate" noch zehn Jahre nach der Implantation erhalten. Doch 16 Prozent der Patienten und 7 Prozent der Implantate zeigen nach 9 bis 14 Jahren Entzündungszeichen wie Periimplantitis. Eine Untersuchung aus Schweden (2005) belegt dies. Risikofaktoren waren Rauchen und eine vorausgegangene Parodontitis. Ebenso spielen genetische Faktoren eine noch nicht genauer bekannte Rolle (2005). Bestimmte Variationen (Gen-Polymorphismen) in der genetischen Bauanleitung von Entzündungs- und Immunbotenstoffen wie Interleukinen scheinen das Risiko für Parodontitis zu erhöhen. Forscher berichten zudem, dass das Verhältnis zwischen bestimmten Rezeptoren und Liganden, die die Bildung und das Überleben von Osteoklasten steuern, bei einer Periimplantitis verändert ist.