Oligodynamische-Wirkung
Englisch: oligodynamic activity or effect
Oligodynamische Wirkung, zusammengesetzt aus „oligos“ = wenig und „dynamis“ = Kraft, bezeichnet den Effekt, dass schon kleinste Mengen von Metall-Ionen, insbesondere von Silber und Kupfer, Keime abtöten oder in ihrem Wachstum hemmen. Solche Effekte werden beispielsweise bei metallenen Essbestecken oder Türgriffen genutzt. Auch das früher in der Kinderbehandlung eingesetzte, mittlerweile jedoch obsolet gewordene Kupferamalgam zeichnete sich zumindest durch eine sehr gute Wirkung zur Abtötung von Kariesbakterien aus. Ebenso hat das herkömmliche Amalgam eine derartige Wirkung, während moderne („weiße“) Füllungsmaterialien – wenn überhaupt – durch beigemischte Stoffe keinen vergleichbaren Effekt in dieser Intensität aufweisen. BASF Podcast: Der Chemie Reporter – Warum hemmt Silber das Wachstum von Bakterien?