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Pulpa

Synonym: Zahnmark · Englisch: (dental) pulp

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Pulpa laienhaft: "Nerv", "Zahnnerv" mit den Eigenschaften: Sie ist unterteilt in Kronenpulpa und Wurzelpulpa; letztere besitzt Seitenkanälchen (Ramifikation mit einem Netz anastomosierender Zellen), welche Pulpenausläufer darstellen und eine Verbindung mit dem Zement der Wurzel herstellen. Das Grundgewebe ist ein gallertiges Bindegewebe, mit einem Netz aus Blut- und Nervgefäßen (Nervengeflecht = Raschhowscher Plexus), das mit den Odontoblasten in Verbindung steht. Weiterhin sind Odontoblasten vorhanden, die das Pulpencavum ("Nervhöhle") auskleiden; deren Fortsätze ziehen in das Dentin hinein (Odontoblastenfortsätze). An die Odontoblastenschicht schließt sich die Weilsche Zone als zellarmes Gewebe an. Die engste Stelle der Pulpa befindet sich am Foramen apicale: Es ist die Zufluss- und Versorgungsöffnung des Zahnes für die Pulpa. Ihre Aufgabe besteht in der lebenslangen Bildung von Dentin, der Ernährung von Teilen des Zahnes und einer Schmerzempfindung auf thermische, chemische, osmotische und mechanische Reize (Vitalität). Das Pulpengewebe ist außerordentlich empfindlich gegen thermische Reize: Steigt die Temperatur in diesem empfindlichen Körpergewebe an, so kommt es zu einer thermischen Schädigung und in der Regel zum Absterben des Gewebes. So werden 42 °C als biologischer Grenzwert angegeben. Da die Pulpa bei dieser Schädigung primär nicht infiziert ist, kommt es meist erst nach einiger Zeit (Wochen/Monaten) zu schmerzhaften Reaktionen. Polymerisationswärme. Die Größe bzw. Ausdehnung der Kronenpulpa ist mit herkömmlichen Methoden (z.B. Bissflügelaufnahmen) nur schwer festzustellen – dies wäre von besonderem Interesse bei der Präparation eines Zahnes, um die Pulpa nicht unbeabsichtigt zu eröffnen. In der radiologischen Darstellung werden die realen Dimensionen der Pulpa häufig nicht korrekt wiedergegeben; besonders im Molarenbereich werden die wahren Größenverhältnisse meist unterschätzt.