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Mortalamputation

Synonym: MoA · Englisch: mortal amputation

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Mortalamputation ist bis auf wenige Ausnahmefälle obsolete, gelegentlich angewandte chemische Abtötung (Devitalisation) und spätere (in einer Folgesitzung) Entfernung des Kronenteils einer Pulpa. Die zurückbelassene Wurzelpulpa soll sich nach Durchtränkung mit eiweißfällenden Mitteln in plastisches, vom Körper toleriertes Gewebe umwandeln. Die im angelsächsischen Raum sehr verbreiteten formaldehydhaltigen Substanzen (Amputationspasten) zur Abtötung stehen wegen ihrer Toxizität immer heftiger im Kreuzfeuer der Kritik, sodass vermehrt nach aldehydfreien Alternativen gesucht wird. Eisensulfat, eventuell in Kombination mit neuartigen Zementen, konnte sich hier als Ersatz etablieren. Indikation: Milchzahnbehandlung bei schwer zugänglichen Kindern, um bei einer allfälligen Wurzelkanalbehandlung der möglichen Gefährdung der Zahnkeime der bleibenden Zähne vorzubeugen. Wenn möglich, sollte besser eine Vitalamputation unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.