Lupus
Synonym: erythematodes · Englisch: lupus erythematosus
Lupus (lat. lupus = Wolf; griech. erythematodes = errötend) ist eine systemische Autoimmunerkrankung mit den drei Hauptformen: systemischer Lupus erythematodes (SLE), Hautlupus und medikamenteninduzierter Lupus erythematodes. Die Ursache ist bisher unbekannt, es wird jedoch eine hormonelle Komponente vermutet, da die Erkrankung hauptsächlich bei geschlechtsreifen Frauen auftritt. Der Name "Wolf" soll einen Bezug zu den teilweise auftretenden Gesichtsverstümmelungen ("Wolfsbissen") herstellen. Je nach Ausprägung des Lupus treten Veränderungen der Mundschleimhaut auf. Bei der sogenannten systemischen Form des Lupus sind rund ein Drittel der Patienten betroffen, wobei zu 80 % der weiche und harte Gaumen betroffen sind, seltener die Wangenschleimhaut oder die Zunge. Bei der chronischen Ausprägung finden sich Symptome häufig an den Lippen und im Bereich des Lippenrotes, weniger im Inneren des Mundes. Eine Xerostomie (Mundtrockenheit) kann vorkommen. Im Gesicht fällt bei der Hälfte der Betroffenen eine typische Hautrötung (Schmetterlingserythem, "Schmetterlingsflechte") auf. Weiterhin kommt es zu Gelenkschmerzen, Durchblutungsstörungen der Finger, Organbeteiligungen und allgemeinen Krankheitssymptomen. Bei der Behandlung von Patienten mit Lupus sind die verzögerte Wundheilung und die Infektionsgefahr durch Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, ebenso zu beachten wie die mögliche Sekundärinfektion durch einen Mangel an weißen Blutkörperchen. Außerdem können die Patienten allergisch auf Penicillin oder Sulfonamide reagieren, und die Blutungsneigung kann durch einen Mangel an Thrombozyten erhöht sein.