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Entspannungsschiene

Synonym: Relaxationsschiene, Aufbissschiene, Okklusionsschiene · Englisch: relaxation splint

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Eine Entspannungsschiene ist ein zahnmedizinisches Hilfsmittel, das in der Regel aus transparentem Kunststoff gefertigt wird und auf die Zahnreihen des Ober- oder Unterkiefers aufgesetzt wird. Sie dient der Entlastung des Kauapparats und der Behandlung von Funktionsstörungen im Bereich der Zähne, Kiefergelenke und der Kaumuskulatur.

Indikationen:

  • Bruxismus (Zähneknirschen): Schutz der Zähne vor Abrieb und Schädigung.
  • Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD): Entlastung von Kiefergelenken und Kaumuskulatur.
  • Verspannungen und Schmerzen: Reduktion von durch Fehlbelastungen ausgelösten muskulären Beschwerden.
  • Schienentherapie: Diagnostische und therapeutische Anwendung bei Okklusionsstörungen.

Funktionsweise: Die Entspannungsschiene bewirkt eine gleichmäßige Verteilung der Kaukräfte und reduziert übermäßige Belastungen auf einzelne Zähne oder das Kiefergelenk. Sie kann Fehlkontakte korrigieren und die Kaumuskulatur entspannen, indem sie eine harmonische Bisslage fördert.

Arten von Entspannungsschienen:

  1. Flache Schiene: Wird häufig zur Entspannung und zur Bissführung eingesetzt.
  2. Okklusionsschiene: Fördert eine gleichmäßige Verteilung der Okklusionskontakte.
  3. Adjustierte Schiene: Individuell angepasst, um spezifische Fehlstellungen oder Funktionsstörungen zu behandeln.

Tragedauer: Die Schiene wird meist nachts getragen, da während des Schlafs unbewusste Belastungen wie Zähneknirschen auftreten. Bei schwerwiegenden Funktionsstörungen kann sie auch tagsüber eingesetzt werden.

Vorteile:

  • Schutz der Zähne vor Abrieb.
  • Reduktion von Schmerzen und Verspannungen.
  • Unterstützung bei der Diagnose und Therapie von Funktionsstörungen.

Eine korrekt angepasste Entspannungsschiene ist ein effektives Instrument zur Behandlung von Problemen im Kauapparat und trägt wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität betroffener Patienten bei.