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Repositionsschiene

Synonym: Schienentherapie, Fixierschiene, Stabilisierungsschiene, Behandlungsplatte, Korrekturschiene · Englisch: repositioning appliance (splint)

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Repositionsschiene, auch Positionierungsschiene genannt, ist eine zu den exzentrischen Hilfsmitteln gehörende Schienenart, die wissenschaftlich kontrovers diskutiert wird (hohes Rezidivrisiko, keine Langzeitergebnisse). Die Wirkungsweise dieses Hilfsmittels beruht auf der Positionierung des Unterkiefers nach anterior (vorne), um einen verlagerten Diskus bei einer partiellen oder totalen Diskusverlagerung wieder „einzufangen“. Die Positionierungsschiene stellt den Unterkiefer in einer therapeutisch festgelegten Position ein, die nicht unbedingt nur nach anterior sein muss. Sie wird eingesetzt bei Kiefergelenkkompression und strukturellen Veränderungen (arthropathia deformans) des Gelenks; in protrusiver Unterkieferposition: Verlagerung des Discus nach anterior (vorne) in habitueller Interkuspidation: Stadium II - Stadium III (bei akuter Kieferklemme, wenn Reposition gelingt). Repositionsschienen sollten ständig (auch beim Essen!) mindestens 6 Monate bis zum Verschwinden oder der Abnahme der Gelenkgeräusche und einer Beschwerdefreiheit getragen werden. Nach dieser Behandlung ist eine Restauration eventuell in Kombination mit kieferorthopädischen Maßnahmen notwendig. Die Aufbissschiene, auch Stabilisierungsschiene genannt, wird als Schienenscript von Uni-Greifswald – OA Dr. Olaf Bernhardt und Dr. Bernd Schwahn beschrieben. Eine Unterkiefer-Protrusionsschiene gegen Atemaussetzer im Schlaf wird seit November 2020 als Kassenleistung anerkannt (G-BA).