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Karpule

Synonym: Zylinderampulle · Englisch: cartridge

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Eine Karpule ist eine kleine, zylindrische Ampulle, die als Behälter für flüssige Medikamente, insbesondere Lokalanästhetika, dient. Sie wird in der Zahnmedizin und anderen medizinischen Fachbereichen zur Durchführung von Injektionen verwendet.

Die Karpule besteht aus Glas oder Kunststoff und ist an einem Ende mit einem Gummistopfen verschlossen, der durch den Kolben einer speziellen Spritze (Karpulenspritze) nach vorne gedrückt wird. Am anderen Ende befindet sich eine Gummi- oder Aluminiumkappe, die von der Kanüle durchstochen wird.

Hauptvorteile der Karpule sind:

  1. Sterilität: Der Inhalt bleibt bis zur Verwendung steril.
  2. Präzise Dosierung: Die enthaltene Menge an Anästhetikum ist genau abgemessen, meist zwischen 1,7 und 2,2 ml.
  3. Einfache Handhabung: Sie ermöglicht eine schnelle Vorbereitung und den Wechsel der Anästhesiemittel.

Karpulen werden vor allem in der Lokalanästhesie bei zahnärztlichen Behandlungen wie Füllungen, Zahnextraktionen oder Wurzelkanalbehandlungen eingesetzt. Häufig enthalten sie neben dem Lokalanästhetikum (z. B. Lidocain, Articain) auch Vasokonstriktoren wie Adrenalin, um die Wirkdauer zu verlängern und die Blutung zu reduzieren.