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Intubationsnarkose

Synonym: endotracheale, ITN · Englisch: endotracheal anesthesia

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

.Intubationsnarkose ist eine Narkoseart, bei der nach entsprechender Prämedikation das Narkose-(Luft-)Sauerstoff-Gas entweder durch den Mund (orotracheal) oder durch die Nase (nasotracheal) mittels eines Gummirohrs ("Trachealtubus", "Guedel-Tubus", "Intubation") über die Luftröhre in die Lunge zugeführt wird. Es handelt sich um das Standardverfahren bei der Allgemeinbetäubung. Daneben gibt es Sonderformen wie die Larynxmaskennarkose (Einsetzen einer Kehlkopfmaske in den Rachengrund über den Kehlkopfeingang) und die Maskennarkose (Anlegen einer dichten Maske auf Mund und Nase bei sehr kurzen Eingriffen).

Die am häufigsten angewandte Narkoseart hat den großen Vorteil, dass bei relativ niedriger Narkosemenge eine ausgezeichnete Freihaltung der Atemwege gewährleistet wird ("Aspirationprophylaxe"), zusätzlich unterstützt durch eine aufblasbare Gummimanschette am Tubusende.

Zahnsanierungen unter ITN stellen aufgrund der Risikoabwägung eine große Ausnahme dar und sollten, wenn notwendig, einzeitig ("Alles auf einmal") erfolgen. Anschließend müssen präventive Maßnahmen ergriffen werden, damit eine spätere Behandlung unter normalen Bedingungen möglich ist. Eine Übernahme der Anästhesiekosten durch die gesetzlichen Krankenkassen ist bei behandlungsunwilligen Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr möglich, wenn eine andere Art der Schmerzausschaltung nicht umsetzbar ist. Über dieses Alter hinaus ist eine Kostenübernahme nur dann gegeben, wenn es sich um eine Phobie handelt, die vom Anästhesisten einem ICD-10-Schlüssel zugeordnet werden kann.