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Zapfenzahn

Synonym: Dens emboliformis, Griffelzahn, Odontoid, Kegelzahn, Dens conicus · Englisch: peg-(shaped) tooth

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Ein Zapfenzahn bezeichnet eine Zahnanomalie, die durch eine verkümmerte Ausbildung der Zahnkrone gekennzeichnet ist. Typischerweise tritt diese Fehlbildung an den seitlichen oberen Schneidezähnen (Zahn 12 und 22) auf, kann jedoch seltener auch an anderen Zähnen beobachtet werden. Die Zahnkrone eines Zapfenzahns ist stark verkleinert und weist eine kegelförmige, spitz zulaufende Form auf, was der Fehlbildung ihren Namen gibt.

Die Entstehung eines Zapfenzahns wird unter anderem mit einer genetisch bedingten Gebissreduktion erklärt, die im Zuge der Evolution auftritt. Es handelt sich häufig um eine autosomal-dominante Vererbung, die in bestimmten Familien gehäuft auftreten kann.

In der klinischen Praxis kann ein Zapfenzahn ästhetische und funktionelle Probleme verursachen. Besonders im Frontzahnbereich kann die auffällige Form das Erscheinungsbild beeinträchtigen. Therapeutisch werden oft restaurative Maßnahmen wie Veneers, Kronen oder Kompositaufbauten eingesetzt, um die Funktion und Ästhetik zu verbessern.

Zapfenzähne treten nicht selten gemeinsam mit weiteren Zahnanomalien wie Hypodontie (Fehlen von Zähnen) auf und können Teil eines syndromalen Krankheitsbildes sein, wie z. B. beim Ektodermalen Dysplasie-Syndrom. Eine sorgfältige Diagnostik ist daher wichtig, um Begleiterkrankungen auszuschließen oder zu identifizieren.