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Michigan-Schiene

Synonym: Äquilibrierungsschiene · Englisch: stabilization splint, Michigan-splint

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Michigan-Schiene ist eine aus Kunststoff gefertigte Aufbiss-Schiene im Oberkiefer zur Behandlung von Okklusionsstörungen und der Verlagerung des Kiefergelenks, vornehmlich bei Erkrankungen der Kaumuskulatur und/oder krankhaften Veränderungen des Kiefergelenks (Myoarthropathien). Die Michigan-Schiene hat folgende Konstruktionsmerkmale: Überdeckung aller Zähne des Oberkiefers, plane und glatte okklusale Flächen, beim Kieferschluss gleichmäßige und gleichzeitige Okklusionskontakte der Unterkieferzähne auf der Schienenoberfläche und Eckzahnführung bei Vor- und Seitschub des Unterkiefers. Sie wurde in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts von Sigurd Ramfjord und Major Ash (University of Michigan) aus einem skandinavischen Vorläufer entwickelt. Der Begriff “Michigan-Schiene” stammt von den Berner Zahnmedizinern Gering und Lang.