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Dysostose

Synonym: Knochendysplasie, lokale Knochenentwicklungsstörung · Englisch: dysostosis

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Dysostose bezeichnet eine angeborene Störung der Knochenentwicklung, die sich auf einzelne Abschnitte des Skeletts beschränkt. Sie kann von leichten Fehlbildungen bis hin zum völligen Fehlen bestimmter Knochenelemente reichen.

Merkmale und Formen: Dysostosen betreffen typischerweise spezifische Knochen oder Skelettabschnitte und können folgende Ausprägungen haben:

  • Hypoplasie oder Aplasie (Unterentwicklung oder vollständiges Fehlen von Knochenstrukturen).
  • Fehlbildungen der Knochenstruktur, die zu funktionellen oder ästhetischen Beeinträchtigungen führen.

Ein bekanntes Beispiel für eine Dysostose ist das Franceschetti-Syndrom (Treacher-Collins-Syndrom), bei dem Fehlentwicklungen im Bereich des Gesichtsschädels auftreten. Charakteristisch sind hier unter anderem:

  • Unterentwicklung des Jochbeins (Malarhypoplasie).
  • Fehlbildungen des Unterkiefers (Mandibuläre Hypoplasie).
  • Ohr- und Augenfehlbildungen.

Ursachen: Dysostosen sind meist genetisch bedingt und können durch Mutationen in Genen ausgelöst werden, die an der Skelettentwicklung beteiligt sind.

Diagnose und Therapie: Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung, bildgebende Verfahren und genetische Tests. Die Behandlung richtet sich nach der spezifischen Dysostose und kann chirurgische, kieferorthopädische oder prothetische Maßnahmen umfassen.

Dysostosen stellen eine Gruppe seltener Entwicklungsstörungen dar, die individuell angepasst behandelt werden müssen, um Funktion und Ästhetik so weit wie möglich zu verbessern.