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Integrative Medizin

Englisch: integrative medicine

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Der Begriff integrative Medizin wurde vom amerikanischen Dr. med. Edward Taub geprägt. Er bezeichnete damit "die ganzheitliche Anwendung mehrerer Heilverfahren" bzw. die "ganzheitlich-systemische Beurteilung des Patienten". Er hatte die Vorstellung von "Gesundheitshäusern" (statt Krankenhäuser), in denen Schulmediziner, Hypnose-Therapeuten, Psychologen, Chiropraktiker, chinesische Mediziner, Akupunkteure und Energie-Heiler zusammenarbeiten und voneinander lernen. In Deutschland ist dieser Begriff nicht eindeutig definiert und wird unterschiedlich gebraucht:

1.) Im Verein für Integrative Medizin e. V. treffen sich Ärzte, Wissenschaftler und medizinische Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen mit dem Ziel, durch Zusammenarbeit die ärztliche Betreuung für den Patienten möglichst effizient zu gestalten. Im Fokus steht nicht nur eine einzelne Körperregion, sondern immer der Mensch als Ganzes.

2.) Es werden moderne schulmedizinische Errungenschaften mit dem wissenschaftlich gesicherten Erfahrungsschatz der klassischen Naturheilverfahren verbunden. Neben klinischen Verfahren wie z.B. schulmedizinischer medikamentöser Behandlung, Injektionen, Infusionen, klassischer Physiotherapie, Lymphdrainage, Massagen oder gegebenenfalls Operationen kommen regulative Verfahren in Frage wie z.B. Akupunktur, Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Ernährungsberatung, Chiropraktik, Neuraltherapie, Magnetfeldtherapie, Homöopathie, Mikrobiologische Therapie und Bewegungstherapie.

3.) Der Begriff integrative Zahnmedizin (engl. integrative dentistry) wurde erstmals von Christoph Arlom, MSc im GZM Journal 4/2005 geprägt. Er fordert u.a.: "Endpunkt einer Integration ist die ganzheitlich-systemische Beurteilung des Patienten." Andere Zahnärzte bevorzugen den Begriff "systemische Zahnmedizin".