Dysmorphophobie
Synonym: Körperdysmorphe Störung, körperbezogene Wahrnehmungsstörung · Englisch: body dysmorphic disorder
Dysmorphophobie, auch als körperdysmorphe Störung bezeichnet, ist eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene eine übermäßige und oft unbegründete Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Körper oder bestimmten Körperteilen entwickeln. Sie nehmen sich selbst als hässlich oder entstellt wahr, obwohl objektiv keine oder nur minimale Abweichungen vom normalen Erscheinungsbild bestehen.
- Die Erkrankung beginnt häufig in der Pubertät, einer Lebensphase, in der das Körperbild und die Wahrnehmung des eigenen Aussehens besonders sensibel sind.
- Betroffene können Stunden damit verbringen, vermeintliche Makel im Spiegel zu betrachten oder sie zu kaschieren.
- Es besteht oft ein zwanghaftes Verhalten, wie wiederholtes Vergleichen des eigenen Aussehens mit anderen oder die Vermeidung sozialer Situationen aus Angst vor negativer Bewertung.
Häufig betroffene Körperregionen:
- Gesicht (z. B. Nase, Haut, Augen)
- Haare
- Hautstruktur (Narben, Akne)
- Körperform oder Proportionen
Ursachen und Verlauf: Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber genetische, neurobiologische und psychologische Faktoren spielen eine Rolle. Unbehandelt kann die Dysmorphophobie zu erheblicher sozialer Isolation, Depression oder anderen psychischen Störungen führen.
Therapie: Die Behandlung erfolgt in der Regel durch:
- Psychotherapie: Kognitive Verhaltenstherapie ist besonders wirksam, um verzerrte Wahrnehmungen zu korrigieren.
- Medikamentöse Therapie: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) können unterstützend eingesetzt werden.
Dysmorphophobie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die professionelle Unterstützung erfordert, um den Betroffenen zu einem besseren Selbstbild und einer höheren Lebensqualität zu verhelfen.
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