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Lückengebiss

Synonym: Restgebiss · Englisch: (partially) edentulous (dental) arch

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Lückengebiss Gebissbefund nach Zahnverlusten oder von Geburt an fehlenden Zähnen mit unterschiedlicher Einteilung. Siehe unter Eichner-Klassen, Kennedy-Klassen, Wild-Klassen. Gelegentlich auch gebraucht für Gebisszustände, bei denen keine Zähne fehlen, aber aufgrund zu kleiner Zahnbreiten und/oder zu großem Kiefer ("Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße") lückige Zahnstellungen (spaced teeth) vorliegen – die korrekte Bezeichnung dafür ist Lückenstand. Der menschliche Körper ist auf Effizienz ausgerichtet. Er erhält, was er braucht, und baut ab, was er nicht benötigt. Bei den Muskeln ist dieser Mechanismus offensichtlich, aber er betrifft in gleicher Weise das Knochengewebe im Kiefer. Wird es weniger belastet, verringert es sich, und der Halt für die verbliebenen Zähne nimmt ab. Sind mehrere Lücken vorhanden, kann dieser stetige Knochenabbau sogar zu einer veränderten Gesichtsform führen. Es ist daher grundsätzlich anzuraten, Zahnlücken im sichtbaren und funktionellen Bereich möglichst zeitnah zu schließen. Bei der zahnärztlichen Versorgung des Lückengebisses gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten. Deren Bedeutung für den individuellen Patientenfall kann dabei sehr unterschiedlich bzw. nicht möglich sein: Brücken, Freiendbrücke (Extensionsbrücken), Adhäsivbrücken, Teilprothesen, kombinierter Zahnersatz, Implantate (allein oder in Kombination mit konventionellen Maßnahmen).