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Weißmacher-Zahnpasta

Synonym: Whitening-Zahnpasta, aufhellende Zahnpasta, Raucher-Zahnpasta · Englisch: whitening toothpastes

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Weißmacher-Zahnpasten sind kosmetische Präparate, die zur Aufhellung der Zahnfarbe oder zur Entfernung von oberflächlichen Zahnverfärbungen eingesetzt werden. Sie lassen sich hinsichtlich ihrer Wirkungsweise in zwei Hauptgruppen einteilen:

  1. Mechanisch wirkende Zahnpasten (abrasive Putzkörper): Diese enthalten feine Partikel mit einer Korngröße von etwa 1 bis 15 Mikrometern (µm), die durch Abrieb oberflächliche Verfärbungen entfernen. Typische Putzkörper bestehen aus Aluminiumoxidtrihydrat, Aluminiumoxid, Kalziumkarbonat (Kreide), Kieselsäure oder unlöslichen Metaphosphaten. Je nach Härte und Partikelgröße kann jedoch auch gesunde Zahnsubstanz abgetragen werden. Eine stärkere Abrasivität ist insbesondere bei Raucher-Zahnpasten zu finden. Neuere Varianten nutzen modifizierte Putzkörper wie Perlit oder weiche Kunststoffkügelchen, um den Zahnschmelz zu schonen.

  2. Chemisch wirkende Zahnpasten: Diese enthalten Substanzen, die Zahnverfärbungen chemisch anlösen und deren Entfernung erleichtern. Dazu gehören Pyro- und Polyphosphate, die Kalzium-Ionen aus dem Speichel binden und so eine Verkalkung der Plaque verhindern. Weitere Wirkstoffe sind Zitronensäure oder das Enzym Papain, das Proteine in der Plaque abbauen kann.

Wasserstoffperoxid, ein in den USA häufig verwendeter Bleichstoff, ist in der EU nur in einer maximalen Konzentration von 0,1 % zugelassen, wodurch seine Aufhellungswirkung in handelsüblichen Zahnpasten kaum relevant ist. Weißmacher-Zahnpasten können eine gewisse optische Aufhellung bewirken, sind jedoch nicht mit professionellen Bleaching-Verfahren vergleichbar.