Glattflächenversiegelung
Synonym: Versiegelung von Glattflächen, Schutzversiegelung bei Multibandbehandlungen · Englisch: smooth surfaces sealing
Die Glattflächenversiegelung ist eine prophylaktische Maßnahme in der Kieferorthopädie, die insbesondere bei Multibandbehandlungen zum Einsatz kommt. Dabei werden die Glattflächen der Zähne, vor allem im Bereich des Bracketumfeldes, mit einem dünnfließenden Kunststoff (z. B. Light Bond™ Reliance) überzogen.
Ziel und Anwendung: Ziel der Versiegelung ist es, die Zahnoberflächen vor Entkalkungen und der Bildung von weißen Schmelzläsionen (White Spot Lesions) zu schützen, die durch die erschwerte Mundhygiene bei Multibandbehandlungen entstehen können. Besonders betroffen sind hierbei die Labialflächen der Zähne, die teilweise von kieferorthopädischen Apparaturen bedeckt werden und somit schwer zugänglich sind.
Wirkweise: Der aufgetragene Kunststoff verschließt mikroskopisch kleine Unebenheiten und Poren der Zahnschmelzoberfläche. Dadurch wird das Anhaften von Plaque reduziert und das Risiko für Kariesbildung und Schmelzentkalkungen verringert.
Bedeutung in der Kieferorthopädie: Die Glattflächenversiegelung stellt eine wichtige Ergänzung zu präventiven Maßnahmen wie der professionellen Zahnreinigung und der Patientenaufklärung über eine gründliche Mundhygiene dar. Sie ist besonders effektiv, wenn sie zu Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung durchgeführt wird.
Die Maßnahme zeigt die Bedeutung präventiver Strategien zur Sicherung der Zahngesundheit während der kieferorthopädischen Therapie, die mit einem erhöhten Risiko für Schmelzschäden verbunden ist.