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Z-Plastik

Synonym: chirurgische Verschiebeplastik, Z-förmige Gewebeverschiebung, Zickzack-Plastik · Englisch: Z-flap, Z-plasty

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Z-Plastik ist ein chirurgisches Verfahren, das in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde häufig bei der Lippenbändchenexzision Anwendung findet. Dabei wird das Gewebe des Lippenbändchens entfernt und die Wundränder in einer zickzack-förmigen Konfiguration wieder vernäht. Ziel dieser Technik ist es, die Länge der Narbe zu vergrößern und Spannungen in der Wundregion zu minimieren.

Durch den Zickzack-Verlauf entstehen Strecken mit unterschiedlicher Zugbelastung: Die „Zick“-Strecken erfahren eine Belastung, während die „Zack“-Strecken entlastet werden. Dies führt zu einer besseren Wundheilung und reduziert das Risiko für Spannungsnarben.

Die Z-Plastik wird nicht nur in der Lippenbändchenchirurgie, sondern auch in anderen Bereichen der Weichgewebechirurgie, beispielsweise zur Narbenkorrektur oder Gewebeverschiebung, eingesetzt. Eine präzise Planung und Durchführung des Verfahrens sind essenziell, um funktionelle und ästhetische Ergebnisse zu gewährleisten.

Alternativ können andere chirurgische Verfahren wie die Lappenoperation oder die VY-Plastik zur Anwendung kommen, abhängig von der individuellen Gewebesituation und dem Behandlungsziel.