Frenulektomie
Synonym: Frenektomie, Lippenbändchenentfernung, Zungenbändchenentfernung, Lippenbändchenexzision · Englisch: frenulectomy
Die Frenulektomie, auch Frenektomie genannt, bezeichnet die chirurgische Entfernung oder Durchtrennung eines Lippen- oder Zungenbändchens (Frenulum). Diese Maßnahme wird in der Zahnmedizin und Kieferorthopädie durchgeführt, um funktionelle Einschränkungen oder ästhetische Probleme zu beheben.
Indikationen:
- Einschränkungen der Zungenbeweglichkeit (Ankyloglossie), die das Sprechen, Kauen oder Stillen beeinträchtigen.
- Lippenbändchen (Frenulum labii):
- Diastema mediale (Lücke zwischen den oberen mittleren Schneidezähnen), verursacht durch ein tief ansetzendes Lippenbändchen.
- Spannungen, die eine Zahnfleischrezession begünstigen.
- Störende Bändchen bei der Anpassung von Prothesen.
Techniken der Frenektomie:
- Konventionelle chirurgische Methode:
- Entfernung des Bändchens mittels Skalpell. Die Wundränder werden häufig vernäht, um eine optimale Heilung zu gewährleisten.
- Lasergestützte Frenektomie:
- Einsatz eines chirurgischen Lasers zur Durchtrennung des Bändchens. Vorteile sind eine geringere Blutung, reduzierte postoperative Beschwerden und eine schnellere Heilung.
- Elektrochirurgische Methode:
- Verwendung eines Elektrokauters zur Gewebedurchtrennung und Blutstillung.
Postoperative Versorgung: Die Heilung erfolgt in der Regel unkompliziert, erfordert jedoch eine gute Mundhygiene, um Infektionen zu vermeiden. Sprach- oder Physiotherapie kann bei Zungenbändchenoperationen die Rehabilitation unterstützen.
Komplikationen: Selten treten Blutungen, Narbenbildung oder Rezidive (erneute Verwachsungen) auf. Eine korrekte Technik und Nachsorge minimieren diese Risiken.
Die Frenulektomie ist ein bewährtes Verfahren zur Verbesserung der Mundfunktion und Ästhetik und wird an die individuelle Situation des Patienten angepasst.
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