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Stufenpräparation

Synonym: Schulter · Englisch: ledge, shoulder (grooving) preparation

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Stufenpräparation ist ein zahnärztlicher Begriff aus der Präparationstechnik. Im Bereich des Zahnfleischrandes wird der bearbeitete Zahn (Zahnstumpf) bei einer Füllung oder Krone mit einer etwa 90°-Stufe (Rechtwinkelstufe, siehe Abb.) versehen. Dies dient dazu, beispielsweise eine Füllung statisch optimal abzustützen und/oder – wie bei einer Krone – diese Zahnersatzarbeit nicht breiter als der Zahn selbst zu gestalten. Solche Präparationen werden mit Diamanten durchgeführt, die aufgrund ihrer walzenähnlichen Struktur eine Stirnfläche aufweisen. Mit dieser Fläche wird der sogenannte Stirnschliff durchgeführt.

Technisch betrachtet stellt die Stufenpräparation den höchsten Aufwand beim Bearbeiten eines Zahns dar. Sie führt jedoch im Vergleich zu anderen Präparationsarten auch zum höchsten Substanzverlust des Zahns. Aus diesem Grund sind Stufenpräparationen bei jugendlichen Patienten, aufgrund eines noch weit ausgedehnten Zahnnervs, häufig anatomisch nicht möglich, ohne die Pulpa nachhaltig zu schädigen oder eine unerwünschte Wurzelkanalbehandlung nach sich zu ziehen.

Untersuchungen zeigen, dass bei der Hohlkehlpräparation oder einer abgewinkelten 135°-Stufe eine bessere Anpassung an das marginale Parodontium erreicht werden kann als mit der klassischen 90°-Stufe (Rechtwinkelstufe). Die Abformungstechnik und -materialien scheinen das Ergebnis hingegen weniger stark zu beeinflussen.