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Mdpb

Synonym: Dodecyl-Pyridinium-Bromid, methacryliertes Pyridinium-Bromid, Pyridiniumverbindung, Methacryloyloxy-Dodecyl-Pyridinium-Bromid

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

MDPB (12-Methacryloyloxy-dodecyl-pyridinium-bromid) ist ein antibakterielles Monomer und eine neu entdeckte, pH-Wert-abhängige, stark breitband-antibakterielle Substanz. Es besitzt eine polymerisationsfähige chemische Gruppe, die nach der Polymerisation die antibakterielle Fähigkeit verliert. Im Gegensatz zu anderen Kavitäten-Desinfektionsmitteln, wie beispielsweise Glutaraldehyd, ist es somit nicht mehr toxisch. Im Jahr 1992 entwickelte Kuraray Dental den ersten selbstkonditionierenden Primer auf Basis des MDP-Monomers. MDPB zeigt im unpolymerisierten Zustand ebenfalls eine gute Tiefenwirkung im Dentin. Es wird eingesetzt für eine gründliche und tiefe Desinfektion von Kavitäten und neuerdings auch als Primerzugabe im Rahmen der Adhäsivtechnik, da das MDPB-Monomer neben einer polymerisationsfähigen Gruppe auch eine antibakterielle Pyridinium-Gruppe enthält. Die Anwendung von MDPB zielt darauf ab, das mit kariesverursachenden Bakterien infizierte Dentin zu desinfizieren und so die natürliche Geweberegeneration der Zahnpulpa zu unterstützen.