Zum Hauptinhalt springen

Zahndurchbruchszeiten

Synonym: Dentitionstabelle, Zahndurchbruch, Zahnungskalender · Englisch: tooth eruption times

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Zahndurchbruchszeiten beschreiben statistisch erfasste, jedoch individuell variierende Zeiträume, in denen ein Zahn in die Mundhöhle durchbricht. Diese Zeiträume unterliegen genetischen, hormonellen und umweltbedingten Einflüssen, weshalb es sowohl Frühzahner als auch Spätzahner gibt.

Im Durchschnitt beginnt der Durchbruch der Milchzähne zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat und ist etwa im dritten Lebensjahr abgeschlossen. Der Wechsel zum bleibenden Gebiss erfolgt in der Regel ab dem 6. Lebensjahr und ist meist bis zum 13.–14. Lebensjahr abgeschlossen, abgesehen von den Weisheitszähnen, die zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr oder gar nicht durchbrechen können.

Obwohl in der Laienmeinung gelegentlich ein Zusammenhang zwischen verzögertem Zahndurchbruch und kognitiver Entwicklung diskutiert wird, gibt es hierfür keine wissenschaftlich belastbaren Belege. Der Zeitpunkt des Zahndurchbruchs steht vielmehr unter dem Einfluss individueller genetischer und systemischer Faktoren, die nicht direkt mit der geistigen Reife korrelieren.

Abweichungen von den üblichen Durchbruchszeiten können auf hormonelle Störungen, Syndromerkrankungen oder lokale Wachstumsstörungen hinweisen und sollten bei stark verzögertem oder gestörtem Zahndurchbruch zahnmedizinisch oder kinderärztlich abgeklärt werden.