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Gebiss

Synonym: Dentition, Zahnreihe · Englisch: natural dentition

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Gebiss bezeichnet die Gesamtheit der Zähne im Ober- und Unterkiefer und wird in die erste Dentition (Milchgebiss) und die zweite Dentition (bleibendes Gebiss) unterteilt. Die Entwicklung der Zähne (Odontogenese) beginnt etwa 30–40 Tage nach der Befruchtung mit der Bildung der primären Zahnleiste. Die Zahnkeime der zweiten Dentition entstehen ab der 15. Schwangerschaftswoche, wobei die Entwicklung der Keime für die bleibenden Zähne ab dem 5. Schwangerschaftsmonat erfolgt.

Anatomisch korrektes Gebiss Ein anatomisch korrektes Gebiss ist selten. Studien wie die Study of Health in Pomerania (SHIP) zeigen, dass über 90 % der untersuchten Teilnehmer Anzeichen einer Dysgnathie aufwiesen.

Häufigste Symptome:

  • Frontaler Engstand im Unterkiefer: 62,9 %
  • Frontaler Engstand im Oberkiefer: 41,9 %
  • Vergrößerter Overjet (< 4 mm): 36,8 %
  • Schwere Dysgnathien: 32,8 %
  • Ein korrektes Gebiss, definiert auch bei geringen Normabweichungen wie einem Engstand Grad 1, wurde nur bei 7,8 % der Probanden festgestellt.

Die Untersuchung der Dysgnathiesymptome umfasste 14 definierte Merkmale und wurde anhand eines standardisierten Handbuchs durchgeführt. Daten aus der SHIP-Studie (1997–2001) zeigten, dass 26,7 % der Probanden zuvor kieferorthopädisch behandelt worden waren.

Klinische und funktionelle Aspekte

  • Normabweichungen: Über 90 % der Bevölkerung zeigen Merkmale komplexer Dysgnathien.
  • Diagnostik: Umfasst Untersuchungen der Zahnstellung, Gebissanalyse, und Befragung zur kieferorthopädischen Vorgeschichte.