BMP
Knochenbildungsanregende Eiweißverbindung (en), Knochenmatrixproteine, knocheninduktive Materialien; Eiweiße, welche natürlicherweise nach einer Operation am Knochen von diesem in verstärktem Maß zur Heilung produziert werden. BMPs spielen eine wichtige Rolle in der Differenzierung von Zementoblasten und Osteoblasten (knochenbildende Zellen), wobei anscheinend einige Untergruppen dieser Proteine in der Lage sind, die Differenzierung und Mineralisation zu fördern, andere sie aber sie hemmen. Sehr aufwendige und teure Herstellung einiger Eiweiße in einem gentechnischen Labor mittels "rekombinanter" DNS (rhBMP-2 (recombinant human Bone Morphogenetic Protein-2) in jüngerer Zeit möglich. Nach Tränken eines Trägermaterials ("Kollagenschwamm") mit BMPs wird dieses in den Knochendefekt gegeben, wodurch die körpereigenen Knochenbildungszellen stimuliert werden; sie bewirken eine verstärkte Osteoinduktion. Als Nachteil wird beim Einsatz dieser Methode zuweilen eine "überschießenden" Knochenneubildung beobachtet. Eine Routine-Anwendung in der zahnärztlichen Praxis ist bisher (2006) nicht in Sicht; eine erste Studie (Boyne, P J et al, 2005) kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der Sicherheit und Effektivität die konventionellen Knochenersatzmaterialien in Zukunft möglicherweise ersetzt werden könnten. In 2005 wurde ein neues menschliches Protein entdeckt, dass die Knochenbildung und Knochenregeneration stark beschleunigt. Das sogenannte UCB (= University of California Bone) unterscheidet sich durch signifikant geringere unerwünschte Wirkungen als BMP.