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Amalgamentfernung

Englisch: amalgam elimination

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Die Amalgamentfernung wird in folgende Punkte gegliedert: 1.) Entfernung einer bestehenden Amalgamfüllung: erfolgt i.d.R. mit scharfen Hartmetallbohrern unter reichlichem Wasserzutritt ("Spray") und gleichzeitigem Absaugen der Abfallprodukte (Vermeidung der Einatmung von Amalgamdämpfen); Ableitung dieser via Amalgamabscheider in das örtliche Abwasser. Hierbei kommt es kurzfristig zu einem Anstieg der Hg-Werte im Blutplasma, der ohne Kofferdam geringfügig höher ausfällt als mit Kofferdam. Deshalb sind besondere Schutzmaßnahmen bei diesem Vorgang wissenschaftlich nicht belegt: Besondere Schutzmaßnahmen beim Entfernen alter Amalgamfüllungen?. In der Schwangerschaft aus gesundheitsvorbeugenden Gründen nicht empfohlen. 2.) Im Rahmen der immer wieder aufflackernden Amalgamdiskussion geäußerter Patientenwunsch, alle vorhandenen Amalgamfüllungen gegen ein anderes Material auszutauschen. Von einem derartigen Vorgehen verspricht man sich sich eine "Heilung" vielschichtiger "Leiden" ( Amalgamunverträglichkeit), ohne dass bisher ein seriöser wissenschaftlicher Beweis für diese Maßnahme vorliegt. Diese "prophylaktische Amalgamentfernung" wird von den Krankenkassen nicht übernommen und ist unter ethischen Gesichtspunkten kritisch zu sehen.

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