Fibrom
Synonym: Oberbegriff für eine gutartige Bindegewebswucherung · Englisch: fibroma
Von vielfältiger Gestalt gelten F. als die am häufigsten auftretenden gutartigen Tumore der Mundschleimhaut. In der Mundhöhle meist als gestieltes F. vorkommend. F. werden histologisch den Hyperplasien zugerechnet. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich dabei um lokale Reizhyperplasien des kollagenen Bindegewebes. Deshalb vor allem ein Auftreten an der Wangenschleimhaut in Höhe der Okklusionsebene, an den seitlichen Zungenrändern und an der Lippe. Neben den schlechten Angewohnheiten ("Habits") kommen für diese chronischen Reize über Jahre getragene schlecht sitzende Prothesen in Frage (sog. " Irritationsfibrome ", " Reizfibrome " " Lappenfibromatose "). Nach Fortfall des Reizes bleibt die Gewebswucherung stationär oder kann sich auch teilweise allein zurückbilden. Treten F. gehäuft an einer begrenzten Stelle auf, so spricht man von gelegentlich von einer Fibromatose Fibropapillom, Osteofibrom, Proptosis Ossifizierendes Fibrom im Unterkiefer ausgedehnte fibromatöse Wucherungen ("Lappenfibromatose", "Prothesenrandfibrom", "Reizfibrom") als Folge einer über Jahre schlecht passenden UK-Prothese (Irritationsfibrom)