Fibropapillom
Synonym: Feigwarze, Fibroma pendulans, HPV-induzierter Tumor · Englisch: fibropapilloma
Das Fibropapillom ist ein kleiner, gutartiger, warzenähnlicher Tumor, der sowohl auf Schleimhäuten als auch auf der Haut auftreten kann. Es wird häufig durch Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV), insbesondere bestimmten Typen, verursacht.
Pathogenese: Die Infektion mit HPV erfolgt in der Regel bereits im Kindesalter und bleibt meist klinisch inapparent. Ein geschwächtes Immunsystem, wie es z. B. bei einer HIV-Infektion oder anderen Formen der Immunsuppression vorkommt, kann zum Ausbruch der Erkrankung führen und das Wachstum von Fibropapillomen fördern.
Erscheinungsformen:
- Schleimhaut-Typen: Tritt vor allem im Bereich der Mundhöhle, der Genitalschleimhaut oder des Rachens auf.
- Haut-Typen: Lokalisiert auf der äußeren Hautoberfläche, insbesondere an mechanisch beanspruchten Stellen.
Klinische Relevanz: Fibropapillome sind meist harmlos, können jedoch störend sein, insbesondere bei Schmerzen, Blutungen oder ästhetischer Beeinträchtigung. In seltenen Fällen kann eine persistierende HPV-Infektion bei bestimmten HPV-Typen mit einem erhöhten Risiko für maligne Transformation assoziiert sein.
Therapie: Die Entfernung erfolgt in der Regel chirurgisch (z. B. Exzision oder Lasertherapie). Eine ergänzende Diagnostik zur Abklärung der HPV-Typisierung kann sinnvoll sein, insbesondere bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Progression.
Eine frühzeitige Behandlung sowie die Förderung der Immunabwehr sind zentrale Aspekte bei der Therapie von Fibropapillomen.