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Codein

Synonym: Methylmorphin, Opiumalkaloid, Antitussivum · Englisch: codeine

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Codein (Methylmorphin) ist ein Morphiumabkömmling und Alkaloid, das entweder natürlich aus Opium gewonnen oder halbsynthetisch hergestellt wird. Der Name leitet sich vom griechischen Wort kodeia für Mohnkapsel ab. Es wirkt auf das zentrale Nervensystem, insbesondere auf das Hustenzentrum (als Antitussivum) und das Schmerzzentrum (als Analgetikum).

Pharmakologische Eigenschaften und Anwendungen: Codein wird in der Medizin häufig in Form von Codeinphosphat eingesetzt. Es hat eine milde bis moderate schmerzstillende Wirkung und wird in Kombination mit anderen Analgetika (z. B. Paracetamol oder Acetylsalicylsäure) in Dosen von 10–30 mg zur Schmerztherapie verwendet. Als Antitussivum wird es zur Linderung von trockenem Reizhusten eingesetzt, indem es das Hustenzentrum im Gehirn hemmt.

Rechtliche Einstufung: Codeinhaltige Präparate mit Konzentrationen über 100 mg pro Einzeldosis unterliegen in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und erfordern eine spezielle Verschreibung.

Besonderheiten und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Codein besitzt ein Suchtpotenzial und kann bei unsachgemäßer Anwendung zur Abhängigkeit führen.
  • Es wird in der Leber teilweise zu Morphin metabolisiert, was die schmerzstillende Wirkung verstärkt, jedoch auch die Nebenwirkungen erhöht.
  • Bei genetisch bedingten "Ultra-rapid-Metabolisierern" kann die Umwandlung in Morphin verstärkt sein, was zu einer erhöhten Toxizität führt.

Bedeutung in der Praxis: Codein ist ein vielseitig eingesetztes Medikament, sowohl in der Schmerz- als auch in der Hustenbehandlung. Aufgrund seines Abhängigkeitspotenzials und der strengen rechtlichen Regelungen wird es jedoch mit Vorsicht verschrieben und überwacht.