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Acetylsalicylsäure

Synonym: ASS, Aspirin™ · Englisch: acetylsalicylic acid

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Acetylsalicylsäure ist eines der wohl am meisten bekannten Arzneimittel. Vor über 100 Jahren als Schmerzmittel entdeckt, sind weitere Wirkungen bekannt und therapeutisch genutzt worden: -- eine blutverdünnende Wirkung ( Thrombozytenaggregationshemmer) -- eine gefäßschützende Komponente im Sinne eines antioxidativen Effekts -- ein möglicher krebshemmender (antikanzerogener) Wirkmechanismus von A. ist die Hemmung der Cyclooxigenase Auf Grund des Blutgerinnungs-hemmenden Effekts besteht bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen die Gefahr einer Nachblutung; beherrschbare Zwischenfälle werden mit 1:250 angegeben. Die Gefahr möglicher Thromboembolien nach Absetzen von ASS übersteigt das Nachblutungsrisiko. Sprechen die Umstände gegen eine Fortführung der ASS-Behandlung, so sollte diese höchstens 3 Tage, besser kürzer, unterbrochen werden. ASS-Präparate sollten nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Ebenso bei Kindern: hier kann das zwar seltene aber mitunter tödlich verlaufende Reye-Syndrom ausgelöst werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von niedrig dosierter ASS und Ibuprofen sind Wechselwirkungen möglich, weil Ibuprofen die gerinnungshemmende Wirkung von ASS verringern kann.