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Dubowitz-Syndrom

Synonym: autosomal-rezessives Minderwuchssyndrom · Englisch: Dubowitz syndrome

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Das Dubowitz-Syndrom ist eine seltene, erstmals 1965 beschriebene genetische Erkrankung mit autosomal-rezessivem Erbgang. Es ist charakterisiert durch stark ausgeprägten Minderwuchs, multiple angeborene Fehlbildungen und geistige Retardierung.

Klinisches Erscheinungsbild Betroffene weisen eine Vielzahl von Anomalien auf, insbesondere im Bereich des Kopfes und Gesichts, darunter:

  • Schädelanomalien: Hohe, fliehende Stirn und flache Supraorbitalleisten (Bereich oberhalb der Augenhöhlen).
  • Unterentwicklung von Knochenstrukturen: Hypoplasie von Jochbein (Os zygomaticum) und Unterkiefer (Mandibula).
  • Gesichtsmerkmale: Kurze Lidspalten (verkürzte Augenöffnungen). Breiter, flacher Nasenrücken. Ungewöhnlich geformter Mund.

Begleiterscheinungen Zusätzlich zum Minderwuchs und den typischen Gesichtsmerkmalen kann das Syndrom weitere Fehlbildungen sowie Entwicklungsstörungen aufweisen. Häufig kommt es zu:

  • Neurologischen und kognitiven Beeinträchtigungen (geistige Retardierung).
  • Auffälligkeiten in anderen Organsystemen, je nach individueller Ausprägung.

Diagnostik und Therapie Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung und gegebenenfalls genetische Tests. Eine kausale Therapie existiert nicht; die Behandlung zielt darauf ab, Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Das Dubowitz-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, die interdisziplinäre Betreuung erfordert, um die komplexen medizinischen und sozialen Herausforderungen zu bewältigen.