Goldtherapie
Synonym: Goldsalztherapie, Tauredon-Behandlung, Aurotherapie · Englisch: auro- o. chrysotherapy, gold therapy
Die Goldtherapie ist eine medikamentöse Behandlungsmethode, die insbesondere zur Behandlung der chronischen Polyarthritis (rheumatoiden Arthritis) eingesetzt wird. Dabei kommt das organische Goldsalz Natriumaurothiomalat zum Einsatz, das intramuskulär injiziert wird. Goldverbindungen sollen entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Krankheitsaktivität der Arthritis verringern.
Obwohl die Goldtherapie in der Vergangenheit häufig angewendet wurde, ist ihre Bedeutung heute stark zurückgegangen. Dies liegt vor allem an der Entwicklung moderner, wirksamerer Medikamente wie Methotrexat oder biologischer Therapien.
Nebenwirkungen: Bekannte Nebenwirkungen der Goldtherapie umfassen allergische Reaktionen, Hautausschläge, Nierenschädigungen und Störungen des blutbildenden Systems. Auch Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis) und Geschmacksveränderungen sind typische unerwünschte Effekte. Aufgrund dieser Nebenwirkungen erfordert die Therapie eine engmaschige Überwachung.
Alternativen: Neben der Goldtherapie stehen heute effektivere und besser verträgliche Behandlungsmethoden zur Verfügung, darunter:
- DMARDs (krankheitsmodifizierende Antirheumatika) wie Methotrexat, Sulfasalazin oder Leflunomid.
- Biologika wie TNF-alpha-Inhibitoren oder Interleukin-Hemmer.
- Physiotherapie und Ergotherapie zur Verbesserung der Beweglichkeit und Schmerzreduktion.
- Ernährungsanpassungen und ergänzende Ansätze, wie Fischöl oder pflanzliche Präparate mit entzündungshemmenden Eigenschaften.