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Fischmaul

Synonym: Fischmaul-Phänomen, Mundwinkelkrampf · Englisch: fish mouth

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Der Begriff Fischmaul bezeichnet eine krampfartige Verziehung der Mundwinkel nach außen, die das Gesicht optisch an die Form eines Fischmauls erinnert. Diese Erscheinung tritt aufgrund einer pathologischen Aktivität der Gesichtsmuskulatur auf und ist meist Ausdruck eines zugrunde liegenden neuromuskulären oder neurologischen Problems.

Ursachen:

  • Spastiken oder Krämpfe der Gesichtsmuskulatur, z. B. bei Tetanie oder Hypokalzämie.
  • Neurologische Erkrankungen wie Chorea Huntington oder spastische Paresen.
  • Nachwirkungen von Operationen oder Verletzungen im Bereich der Gesichtsnerven.

Klinische Relevanz: Das Fischmaul-Phänomen kann diagnostisch auf eine gestörte neuromuskuläre Steuerung hinweisen und sollte im Kontext anderer Symptome betrachtet werden, um die zugrunde liegende Ursache abzuklären.

Therapie: Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung und kann von physiotherapeutischen Maßnahmen über medikamentöse Therapie bis hin zu chirurgischen Eingriffen reichen, wenn strukturelle Ursachen vorliegen.