Defektfraktur
Englisch: defect fracture
Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am
Eine Defektfraktur bezeichnet einen Knochenbruch, der mit einem Verlust oder einer starken Quetschung von Knochensubstanz einhergeht. Solche Frakturen treten häufig infolge schwerer Traumata wie Schussverletzungen oder ähnlicher mechanischer Einwirkungen auf. Ein typisches Beispiel ist der Verlust von Teilen des Alveolarfortsatzes im Kieferbereich.
Behandlung: Die Therapie einer Defektfraktur ist komplex und umfasst in der Regel:
- Adaptionsplatten: Diese dienen der Stabilisierung der verbliebenen Knochenanteile und der Wiederherstellung der anatomischen Form.
- Knochenersatzmaterialien: Werden eingesetzt, um den verlorenen Knochen zu ersetzen und die Regeneration zu fördern. Dazu gehören autologe Transplantate, synthetische Materialien oder allogene Knochenersatzstoffe.
Ziele der Behandlung:
- Wiederherstellung der Funktionalität und Stabilität des betroffenen Bereichs.
- Rekonstruktion der ästhetischen Form, insbesondere bei Kieferfrakturen.
- Förderung der Knochenheilung durch Unterstützung der Regeneration.
Bedeutung: Defektfrakturen stellen eine besondere Herausforderung in der Traumatologie und der rekonstruktiven Chirurgie dar. Eine präzise Planung und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind essenziell, um sowohl funktionelle als auch ästhetische Ergebnisse zu erzielen.