Alveolarkammatrophie
Synonym: Alveolarkammabbau, Alveolarkamminvolution · Englisch: residual ridge resorption, alveolar ridge atrophy
Die Alveolarkammathropie beschreibt einen Schwund des Alveolarfortsatzes, i.d.R. als physiologischer Knochenabbau nach Zahnverlust (sog. Inaktivitätsatrophie); irreversible, progredient verlaufende, chronische Erkrankung. Weiter entstehend durch unzweckmäßige Belastung, z.B. durch einen Zahnersatz (sog. Druckatrophie). Bei fortgeschrittener A. kommen die Nervenaustrittsstellen des Foramen mentale (Unterkiefer) und Foramen incisivum (Oberkiefer) in den Bereich des Kieferkamms zu liegen; dies kann erhebliche Schmerzen bei Belastungen durch eine Prothese auslösen. Nach Atwood werden 6 Resorptionsklassen der A. für den Unterkiefer, nach Fallschüssel 5 Klassen für den Oberkiefer unterschieden. Cawood und Howell (1988) unterteilen: Klasse 1: bezahnter Kiefer Klasse 2: Extraktionsalveole post extraktionem Klasse 3: hoher und breiter Alveolarkamm, konvex abgerundet Klasse 4: hoher und schmaler Alveolarkamm, gratartig Klasse 5: niedriger und schmaler Alveolarkamm, atrophiert und abgerundet Klasse 6: Mulde, hochgradig atrophiert und konkav.