Abstützung
Englisch: abutment, anchorage, support
Durch Abstützelemente an natürlichen Zähnen oder Implantaten bewirkte Übertragung von Kräften, welche von einem (herausnehmbaren) Zahnersatz bei Belastung ausgehen; sog. " parodontale Abstützung ", o. " dentale Abstützung " (tooth supported). Die Abstützelemente können z.B. Auflagen an Klammern, Dorne, Geschiebe, Teleskopkronen oder Stege sein. Nach Anzahl und Lage der A. werden nach Steffel (1962) unterschieden (s. Abb. oben): punktförmige Abstützung lineare Abstützungen: - linear - transversale Abstützung - sagittale Abstützung (unilateral anterior/posterior) - linear - diagonale Abstützung trianguläre Abstützung quadranguläre Abstützung, polygonale Abstützung, wobei die beiden letzteren Formen eine stabile, die trianguläre eine weitgehend stabile Prothesenlage und somit eine Schonung des Restgebisses garantieren. E. Körber (1987) unterteilt in 5 Klassen (s. Abb. unten). Im Gegensatz zu Steffel, welcher die auftretenden, unphysiologischen Kräfte in den Vordergrund stellt, klassifiziert Körber nach der Art der Prothesenlagerung und der Auflageachse: A: parodontale Abstützung - unterbrochene Zahnreihe B: parodontal-gingivale Lagerung - optimale Auflageachse C: parodontal-gingivale Lagerung - wie B, aber weniger stabilisiert D: parodontal-gingivale Lagerung - kurze Auflagerungsachse E: vorwiegend gingivale Lagerung - einzelne Zähne Bei einem Freiendsattel werden meist federnde Abstützelemente - z.B. Resilienzgeschiebe - (= federnde Abstützung) eingesetzt, um die Resilienz der Kieferschleimhaut zu kompensieren.