Beitragsentlastungsgesetz
Synonym: Gesetz zur Beitragsstabilisierung in der Krankenversicherung · Englisch: contribution relief act
Das Beitragsentlastungsgesetz ist ein Gesetz in Deutschland, das 2019 in Kraft trat und darauf abzielt, die finanzielle Belastung der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu verringern. Es wurde eingeführt, um die Beiträge zur Krankenversicherung stabiler und gerechter zu gestalten, insbesondere für Versicherte mit geringem Einkommen. Eine wichtige Maßnahme des Gesetzes ist die Begrenzung des Zusatzbeitrags, den Krankenkassen seit 2015 erheben können, um finanzielle Engpässe auszugleichen. Durch das Gesetz wird dieser Zusatzbeitrag paritätisch finanziert, was bedeutet, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihn zu gleichen Teilen tragen.
Das Beitragsentlastungsgesetz sieht zudem Maßnahmen vor, die die Krankenkassen zu effizientem Wirtschaften anregen, um unnötige Kosten zu vermeiden. Es enthält Regelungen, die die Beitragsbemessung für Selbstständige und geringfügig Beschäftigte fairer gestalten, sodass auch diese Gruppen entlastet werden. Außerdem wird durch das Gesetz die Transparenz der Beitragsentwicklung erhöht, sodass Versicherte besser nachvollziehen können, wie sich die Beiträge zusammensetzen. Insgesamt verfolgt das Beitragsentlastungsgesetz das Ziel, die Gesundheitskosten langfristig stabil zu halten und die finanzielle Belastung für die Versicherten in der GKV zu reduzieren.