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Papillenverlust

Synonym: Verlust der Papillen, Gingivapapillenverlust, Zahnfleischrückgang, Gingivaverlust · Englisch: papilla presence index, PI, Papillary loss, Loss of papillae, Gingival papilla loss

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Papillenverlust – Die Klassifikation nach Tarnow besagt, dass das Vorhandensein der interdentalen Papille von der vertikalen Entfernung zwischen dem Kontaktpunkt und dem darunter liegenden Knochenrand (Interdentalraum) abhängig ist. Ist diese Distanz kleiner als 5 mm, so ist die Papille meist zu 100 % vorhanden. Bei größeren Abständen fehlt die Papille mehr oder weniger. 1998 nahmen Norland und Tarnow eine Klassifikation vor, die auf den anatomischen Bezugspunkten ("landmarks") basiert: der Lage des interdentalen Kontaktpunktes, der Ausdehnung der Schmelz-Zement-Grenze nach fazial, apikal und interproximal. Danach wird in 4 Klassen eingeteilt: - Normal: Die Papille füllt den gesamten Approximalraum bis zum Kontaktpunkt der Zähne aus. - Klasse 1: Die Papillenspitze liegt zwischen dem approximalen Kontaktpunkt und dem koronalsten Bereich der Schmelz-Zement-Grenze (Anmerkung: Diese Grenze verläuft nicht in einer Höhe um den Zahn herum, sondern ist im Zahnzwischenraum zur Zahnkrone (nach koronal) hin verschoben). - Klasse 2: Die Papillenspitze befindet sich auf der Höhe oder apikal der Schmelz-Zement-Grenze des Zahnzwischenraums, aber noch koronal der fazialen Schmelz-Zement-Grenze. - Klasse 3: Die Papillenspitze befindet sich auf der Höhe oder oberhalb der fazialen Schmelz-Zement-Grenze.