Gingivablutungsindex
Synonym: Carter-Barnes-Index, Zahnseiden-Blutungsindex · Englisch: Gingival Bleeding Index (GBI)
Der Gingivablutungsindex nach Carter und Barnes ist ein diagnostischer Index, der die Blutungsneigung des Zahnfleischs nach der Anwendung von Zahnseide bewertet. Die Methode misst den Schweregrad der Gingivitis, indem sie die Reaktion des Zahnfleischs auf mechanische Reize untersucht.
Zur Durchführung wird ungewachste Zahnseide in die Zahnzwischenräume eingeführt, um Plaque und Speisereste zu entfernen. Nach einigen Sekunden wird beobachtet, ob es zu einer Blutung kommt. Jede Interdentalstelle wird einzeln untersucht, und die Blutungsereignisse werden dokumentiert.
Der Index errechnet sich aus dem Verhältnis der blutenden Zahnzwischenräume zur Gesamtzahl der untersuchten Interdentalräume. Ein höherer Prozentsatz weist auf eine stärkere entzündliche Reaktion hin.
Obwohl dieser Index in der internationalen Forschung gelegentlich verwendet wird, hat er in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Andere Indizes wie der Sulcus-Blutungs-Index (SBI) oder der Approximalraum-Plaque-Index (API) sind hier gängiger.
Der Gingivablutungsindex nach Carter und Barnes bietet dennoch eine einfache Möglichkeit, die Entzündungsneigung des Zahnfleischs zu erfassen und die Wirkung von Mundhygienemaßnahmen zu überwachen. Weitere Informationen zu seiner Methodik und Anwendung finden sich unter University of Adelaide – Plaque Indices.
Schlagwörter