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Epulis

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Dem Zahnfleisch aufsitzende Geschwulst, griech. Wortkombination: epi = auf, ulon = Zahnfleisch; meist im bezahnten Oberkiefer auftretend; bestehend aus einem gefäßreichen Granulationsgewebe (leichte Blutungen bei Reizung), welches sich später u.U. in Bindegewebe umwandeln kann. Die in Deutschland gängige Unterscheidung in die Formen E. granulomatosa, E. fibromatosa, E. gigantocellularis, E. sarcomatodes, E. gravidarum oder E. angiomatosa (sog. "Schwangerschaftsepulis"); E. congenita ("Neumann Syndrom") und E. fissurata wird von der internationalen Nomenklatur der WHO nicht unterstützt. Die Behandlung besteht i.d.R. in einer chirurgischen Entfernung (Exzision) der E. nach vorheriger Ausschaltung etwaiger Reize (Füllungs-, Kronen-, Prothesenrändern) und histologischer Abklärung. Gelegentlich ist die Entfernung des betroffenen Zahnes bei häufigen Rezidiven erforderlich. Enula, Granulom, Riesenzellgranulom, Schwangerschaftsepulis E. granulomatosa E. gravidarum.