Zum Hauptinhalt springen

Kiefergelenkluxation

Synonym: Kieferluxation · Englisch: mandibular dislocation, temporomandibular joint dislocation

Aus zahnärztlicher Feder, gepflegt von Dr. Louis Bahlmann, Zahnarzt in KölnStand: Fachlich geprüft von Dr. Louis Bahlmann am

Eine Kiefergelenkluxation bezeichnet die Lageveränderung (Dislokation) eines nicht gebrochenen Kondylus aus seiner Gelenkgrube. Sie kann einseitig oder beidseitig auftreten. Man unterscheidet folgende Formen:

Fixierte Luxation: Dabei wird die Rückkehr des Kondylus in seine ursprüngliche Lage verhindert, meist infolge eines Traumas. Dies führt zu einer Kiefersperre (Kieferklemme), die den Mundschluss unmöglich macht. Rezidivierende Luxation: Hierbei handelt es sich um wiederholte Luxationen innerhalb kurzer Zeiträume, häufig bedingt durch eine Schwäche der Gelenkkapsel (habituelle Luxation). Persistierende Luxation: Dieser Begriff beschreibt einen langanhaltenden Zustand, bei dem der Kondylus dauerhaft außerhalb der Gelenkpfanne verbleibt. Dies kann schließlich zu bleibenden Schäden führen.