Collumfraktur
Synonym: Kiefergelenksfortsatzfraktur · Englisch: condylar neck fracture
Im Halsteil des Processus condylaris auftretender Kieferbruch mit Unterteilung in hohe, mittlere und Basisfraktur. Bei vollständigen Frakturen sind die Bruchstücke i.d.R. gegeneinander verschoben (disloziert), da zum einen die Krafteinwirkung während des Traumas selbst, aber besonders der Muskelzug des angreifenden M. pterygoideus lateralis das Köpfchen aus der Gelenkpfanne herauszieht (i.d.R. zur Kiefermitte hin und nach vorn). Therapie meist durch Schienen mit Aufbissbehelf und funktioneller Nachbehandlung (Federaktivator). Die früher erwähnte Nichtbehandlung derartiger Frakturen ("Spontanausheilung") kann bei Verlagerung der Bruchstücke und einem "versetzten Wiederzusammenwachsen" zu erheblichen Funktionsstörungen führen. Klassische Frakturbehandlungen - z.B. Osteosynthese mit Platten oder Schrauben - sind wegen der operativen Gefährlichkeit des Eingriffes (N. facialis-Äste in unmittelbarer Nähe) auf seltene Fälle beschränkt. Abscherfraktur, Federaktivator, Kieferfraktur, Kiefergelenkkontusion, Kiefergelenkluxation, Luxationsfraktur, Stauchungsfraktur, Unterkieferbruch
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