Commotio cerebri
Synonym: Gehirnerschütterung, Kommotion · Englisch: concussion, commotio cerebri
Die Commotio cerebri (Gehirnerschütterung) ist eine reversible Funktionsstörung des Gehirns, die durch ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) verursacht wird. Sie tritt infolge einer mechanischen Gewalteinwirkung auf den Kopf auf, ohne dass strukturelle Hirnverletzungen nachweisbar sind.
Symptome:
- Amnesie: Erinnerungslücken, die sich auf den Zeitraum vor oder nach dem Ereignis beziehen können.
- Bewusstseinsstörung: Von kurzer Bewusstlosigkeit bis zu Verwirrtheit.
- Vegetative Symptome: Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufstörungen.
- Neurologische Veränderungen: Kopfschmerzen, Schwindel und Beeinträchtigung der Hirnstromkurve (z. B. im EEG).
- Atemstörungen: In seltenen Fällen als kurzfristige Begleiterscheinung.
Diagnose und Behandlung: Die Diagnose basiert auf der klinischen Anamnese und Untersuchung. Bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) werden eingesetzt, um schwerwiegendere Schäden, wie Hirnblutungen, auszuschließen.
Die Therapie ist in der Regel symptomatisch und umfasst:
- Körperliche und geistige Ruhe.
- Überwachung auf mögliche Komplikationen, z. B. intrakranielle Drucksteigerung.
- Bei Bedarf medikamentöse Behandlung gegen Kopfschmerzen oder Übelkeit.
Prognose: Die Symptome der Commotio cerebri klingen in den meisten Fällen innerhalb von Tagen bis Wochen vollständig ab. Dennoch können seltene Langzeitfolgen, wie ein postkommotionelles Syndrom mit anhaltenden Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, auftreten.
Bedeutung: Die Commotio cerebri ist die häufigste Form des Schädel-Hirn-Traumas und erfordert eine sorgfältige Abklärung, um schwerere Verletzungen auszuschließen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Sport, Verkehrsunfälle und Sturzverletzungen ein häufiges Thema.
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