Kappenschiene
Synonym: Kieferbruchschiene · Englisch: (cemented) cap splint
Die Kappenschiene war früher in der Traumatologie zur Behandlung von Kieferbrüchen ein angewandtes Therapiegerät. Heute wird sie nur noch im Milchzahngebiss bei unfallbedingten Zahnlockerungen eingesetzt. Nach der Reponierung der Bruchfragmente in ihre ursprüngliche Lage werden die Zahnkronen des Kiefers mit einer Schiene aus Metall oder Kunststoff vollständig umfasst. Diese Schiene wird für 5-6 Wochen fest eingesetzt („einzementiert“), um das Wiederzusammenwachsen der Bruchstücke zu ermöglichen. Ein Nachteil der Überkappung ist, dass die Okklusion zwangsläufig verändert („gesperrt“) wird und keine Kontrolle der Okklusion möglich ist. Modifikationen wie die Galerieschiene und Scharnierschiene sind so gestaltet, dass die Kauflächen frei bleiben.