Eismann-Index
Synonym: Numerische Erfolgsbewertung kieferorthopädischer Therapie, Eismann-Messzahl · Englisch: Eismann index
Der Eismann-Index ist ein 1970 von Eismann entwickeltes Bewertungsverfahren zur objektiven Beurteilung des kieferorthopädischen Behandlungserfolgs. Er wurde 1973 durch Schmuth in der Fachöffentlichkeit bekannt gemacht und basiert auf einer morphologischen Modellanalyse, die Dysgnathien in Bezug auf Ästhetik, Funktion und mögliche Folgeerkrankungen klassifiziert.
Das Verfahren umfasst 15 Kriterien, die in einer Bewertungstabelle berücksichtigt werden. Neben der Beurteilung der Ästhetik und Funktion der Zahnstellung werden auch Risiken für spätere Erkrankungen wie Karies und Parodontopathien einbezogen. Ziel des Index war es, eine objektive und numerisch gestützte Methode zur Erfolgskontrolle kieferorthopädischer Behandlungen zu schaffen.
Trotz seiner wissenschaftlichen Relevanz konnte sich der Eismann-Index in der Praxis nicht durchsetzen, da die Anwendung als zu komplex und zeitaufwändig galt. Das Verfahren fand daher vor allem im wissenschaftlichen Kontext und weniger in der klinischen Routine Anwendung.